HN Nürnberg 15.4.1998

 

 

Der Mann aus Gold

 

- Seit drei Jahren „Statue“ in der Innenstadt -

 

Ein sonniger Samstag vor der Lorenzkirche: Viele Passanten, Kinder und Touristen blicken fasziniert auf die goldene Statue, die vollkommen regungslos minutenlang auf ihrem Podest verharrt. Nur wer ein Geldstück in seine goldene Vase wirft, der kann den Goldmann auch in Aktion erleben.

Dann hebt er wie ein Roboter die Hand zum Gruß oder verbeugt sich höflich vor dem edlen Spender.

Für die Illusion beim Einkaufsbummel sorgt der Pantomime, Schauspieler und Maler Hans Mack. Noch wichtiger als der schnöde Mammon ist für ihn der Spaß an der Pantomime. „Ich genieße es schon sehr, wie gerade Kinder auf mein Spiel reagieren. Eigentlich unterhalten die Kinder mich. Ohne sie wäre mein Job eher langweilig und kaum mehr als eine Yogaübung.“

Seit drei Jahren mimt Hans Mack nun schon den Goldmann. Oft kommt es vor, dass ihn die Menschen anfassen. So mancher ahnt nicht, dass hinter der Figur ein Mensch aus Fleisch und Blut steckt. „Wenn ich mich dann bewege, ist der Schreck des Ahnungslosen und das Gelächter der Menge groß!“ Einmal ist er sogar vom Podest geschubst worden. In solchen Ausnahmefällen fällt die Maske des Goldmanns schneller, als es dem Spielverderber lieb ist und Hans Mack setzt sich lautstark zur Wehr.

Für die Zukunft schmiedet der Künstler bereits neue Pläne. Er arbeitet gerade an seinem Kabarettprogramm „Affenbrot“. „Ich will auf augenzwinkernd groteske Art mit Clownerie, Wort und Gesang zeigen, dass der moderne Mensch, der sich trotz  widersprechender täglicher Zeitungsmeldung großspurig schon als zivilisiert bezeichnet, noch viel mehr Affe in sich hat, als er selbst wahrhaben will.“ Sagt der Pantomime.  Der Goldmann bleibt den Nürnbergern auf jeden Fall noch eine Weile erhalten.

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